Was ist Coaching eigentlich wirklich?

June 30th, 2010

Es besteht immer noch oft genug Verwirrung darüber, was Coaching eigentlich ist - z.B. in Abgrenzung von Therapie und Consulting.
Daher hier meine eigene kurze Definition.

 

WAS COACHING NICHT IST

 

* Coaching ist nicht Therapie unter anderem Namen - es werden keine psychischen Kranheiten diagnostiziert, behandelt oder therapiert. Jedwede Form psychischer Krankheit ist nicht Gegenstand von Coaching, sollte es nicht sein und darf es von der Gesetzgebung her auch nicht sein.

* Coaching ist nicht Consulting: Ein Coach vermittelt nicht spezifisches Know-How und übernimmt auch keine gebietsspezifischen Arbeiten für den Klienten.

* Coaching ist kein Erteilen von Ratschlägen: Ein Coach weiß es auch nicht besser. Coaching dient nicht dazu , dem Klienten Ratschläge zu erteilen, die letzten Endes auch nur aus dem begrenzten und individuellen Weltbild des Coaches stammen.
 
WAS COACHING IST

 

* Coaching ist ergebnis- und zielorientiert: Coaching beschäftigt sich nur dann mit der Vergangenheit, wenn dies für das Erreichen eines Ziels bzw. das optimale und nachhaltige Erzielen eines guten Ergebnisses wirklich notwendig ist.

* Coaching gibt der Zukunft den Vorrang: Coaching beschäfigt sich vor allem mit dem Eröffnen von Gestaltungsmöglichkeiten und positiven Entwicklungen in der Zukunft.

* Coaching glaubt an den Klienten: Gute Coaches glauben an die Entwicklungsmöglichkeiten ihrer Klienten und sehen Menschen als Wesen, die mit allem nötigen Potential für ihre eigene erfolgreiche und glückliche Lebensgestaltung ausgestattet sind

* Coaching basiert auf der Eigenaktivität des Klienten: Der Coach begleitet seine Klienten bei der Gestaltung ihrer Entwicklung und hält sie dazu an, die Versprechen, die sie sich selbst geben, auch zu halten. Coaching unterstützt bei der aktiven Lebensgestaltung.

Ganz puristisch gedacht heisst Coaching für mich im Wesentlichen:

Dem Klienten bei dem Prozess der Entfaltung seines eigenen Potentials zur Seite zu stehen und ihn dabei zu unterstützen etwaige (innere und äußere) Widerstände optimal zu überwinden.

 

 

Alles Liebe & Beste

      Niels Koschoreck

Sei Du Selbst. Nur besser.

P.S.: Die besten Techniken für effektives und nachhaltiges Coaching kannst Du auf der Coach Ausbildung ab 8. Juli lernen!
 

 

Alle Brücken hinter sich abbrechen - Der Weg nach vorn

June 30th, 2010

Wer sich wirklich entscheidend nach vorn bewegen will, muss manchmal alle Brücken hinter sich abbrechen.

Dies kann eine eigene und bewußt gefällte Entscheidung sein - also sich bewußt von Vertrautem zu trennen, sein Leben radikal zu ändern und  sich auch von bestimmten Menschen endgültig zu lösen.

Oft tragen auch die Lebensumstände dazu bei, dass der Weg zurück bzw. das Verbleiben im Vertrauten unmöglich ist.

Entscheidend ist:

Als Menschen haben wir eine gewisse “Gewohnheitsschwerkraft”, die uns dazu neigen lässt, im Gewohnten und Vertrauten zu verbleiben und den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen.

Persönliches Wachstum jedoch - genau so wie Muskelwachstum - geschieht vor allem in der Auseinandersetzung mit Widerständen.

Nicht nur an den Biographien bekannter großer Menschen (Gandhi, Luther King, Mandela)  lässt sich ablesen, dass “Größe” oft im Angesicht von Schwierigkeiten, “Gefahr” und  Bedrohung ensteht - das gilt auch für unseren ganz alltäglichen Weg zur persönlichen Größe.

Daher ist es, wenn Du wirklich wachsen und dich verändern möchtest, zuweilen eine kluge Strategie “alle Brücken hinter dir abzubrechen” - so dass Du gar keine andere Möglichkeit hast, als dich vorwärts zu bewegen.

Das heisst im übrigen nicht verantwortungslos und planlos vorzugehen, ganz im Gegenteil:

Zu einem intelligenten Abbrechen der Brücken gehört immer ein Plan B (und besser auch noch Plan C) - aber für DEN WEG NACH VORN, nicht die Rückkehr ins Gewohnte.

Es ist - so paradox das klingt-  manchmal einfacher, sich zu verändern, wenn man es sich schwer macht.

Und oft wachsen wir in Situationen der “Bedrohung” erst richtig über uns hinaus.

Nach dem Motto: “Schwerer werden, leichter sein” (Paul Celan)

Alles Liebe & Beste

          Niels Koschoreck

Sei Du Selbst. Nur besser.


 

P.S.: Im Rahmen meiner Coach Ausbildung ab 8. Juli geht es auch immer wieder um “Brücken abbrechen”, “radikale Veränderung” und wie Du dich selbst und andere dabei unterstützen kannst.

Warte nicht auf Erlaubnis!

June 30th, 2010

Viele Menschen, wenn es um die Realisierung ihrer Ziele geht, verhalten sich so, als müsste erst jemand anders sie als “zum Erreichen dieser Ziele fähig” ernennen.

Viele glauben, sie bräuchten erst eine Art “Erlaubnis” von Eltern, Freunden, Ehepartnern etc., bevor sie beginnen können, ihre wirklichen Ziele zu verfolgen.

Viele scheinen nach dem seltsamen Prinzip zu leben, sie bräuchten die Anerkennung vor dem Tun, um überhaupt erst tätig zu werden.

Viele handeln so, als würden sie erst noch 7 (oder 10 oder 17) Seminare brauchen, um dann auch “anerkannt kompetent” zu sein.

Und bei den meisten Menschen führt dies Taktik nur zu einem: Warten.

Warte nicht länger auf Erlaubnis!

Hol dir die “Erlaubnis” nach dem TUN.

Es gibt den alten, zugegeben etwas chauvinistischen Spruch: “Wenn ich meine Frau immer zuerst gefragt hätte, wäre sie heute immer noch Jungfrau.”

Als Metapher für das Leben ist da sehr viel Wahres dran…

Alles Liebe

          Niels Koschoreck 

Sei Du Selbst. Nur besser.

P.S.: Auch für die Teilnahme an der Coach Ausbildung ab 8. Juli brauchst Du keine Erlaubnis…   ;-)
 

Wie man ein erfolgreicher Coach wird

June 30th, 2010

Coach Ausbildungen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer - mit den unterschiedlichsten Standards, Abschlüssen & Inhalten.

Die wenig bekannte, weil unangenehme, Wahrheit ist:

Der große Teil derer, die Coach Ausbildungen besuchen mit dem Ziel, sich danach als Coach selbständig zu machen, scheitert.

Verschieden Umfragen legen nahe, dass nahezu 80% derer, die eine Website als Coach haben, nicht von Coaching leben können.

Woran liegt das?

Die meisten Coach Ausbilder werden antworten:

An der (mangelnden) Qualität der Ausbildung , die solche erfolglosen Coaches genossen haben und an ihren unzureichenden Fähigkeiten als Coach.

Dabei wird geflissentlich übersehen, dass eine ganze Reihe erfolgreicher Coaches NIE eine Coach Ausbildung absolviert haben.

Die Wahrheit ist:

Um sich als Coach erfolgreich am Markt durchzusetzen bedarf es nicht unbedingt außergewöhnlicher Fähigkeiten als Coach - ein klein wenig über dem Durchschnitt genügt vollkommen, um effektive und nachhaltige Arbeit für die Klienten zu gewährleisten.

Was es aber wirklich braucht, ist: Außergewöhnliche Fähigkeiten im Bereich Marketing und Verkauf.

Wer sein Coaching-Angebot nicht bekannt machen und an den Mann (oder die Frau) bringen kann, wird sich in einem so hart umkämpften Markt nicht durchsetzen können.

Die viel verschwiegene Wahrheit über erfolgreiche Coaches ist, dass sie nicht bloß sehr gute Coaches, sondern auch exzellente Vermarkter und Verkäufer sind.

Alles Beste

       Niels Koschoreck

Sei Du Selbst. Nur besser.

P.S.: Aus diesem Grund vermittle ich im Rahmen meiner Coach Ausbildung ab 8. Juli auch eine komplette Marketing Strategie für Coaches, um ein erfolgreiches Etablieren am Markt zu ermöglichen.

Zudem arbeite ich als Marketing Consultant mit Coaches, um ein erfolgreiches Coaching-Business zu gestalten.

Licht und Schatten - Die 2 Aspekte des Unbewussten

June 9th, 2010

Es gibt innerhalb der verschiedenen psychologischen Ansätze, sehr grob unterteilt, mindestens 2 Gruppen von Konzeptionen des Unbewußten:

Die eine Gruppe (z.B. in derErickson’schen Hypnotherapie & NLP) sieht das Unbewusste vor allem als Reservoir aller Ressourcen, Stärken, positiven Kräfte und Möglichkeiten an, die es zu aktivieren gilt.

Dia andere Gruppe (z.B. Psychoanalyse, Individualpsychologie) sieht das Unbewusste als den Hort aller verdrängten “negativen” Erlebnisse und abgelehnter Persönlichkeitsanteile an.

Welche Konzeption ist nun die Richtige? Gemäß der integrativen Ansatzes, den ich verfolge, ist die Antwort: Beide.

Das “gute” Unbewusste

Milton Ericksons positive Konzeption des Unbewussten - in dem immer und jederzeit alle Ressourcen zur Verfügung stehen, die ein Mensch braucht, um seine Probleme zu lösen - war und ist ja vor allem anderen ein sehr hilfreicher linguistischer Trick, der sich wunderbar als hypnotisches Werkzeug nutzen lässt:

Wann immer jemand sich seiner Probleme bewusst ist und zu stark auf sie fokussiert, also “bewusst” keinen Ausweg weiss, kann der mit ‘Hypnose’ arbeitende Therapeut oder Coach Variationen des Satzes nutzen:

“Ganz richtig, Dein Bewusstsein kennt noch keinen Ausweg.
Dein Unbewusstes jedoch hat längst Möglichkeiten und Wege gefunden, wie Du kraftvoll und kreativ mit diesem Thema umgehen kannst…”

Die Unterscheidung BEWUSST - UNBEWUSST ermöglicht es so, unterstützende Ressourcen zu aktivieren, die der betreffende Mensch ja nunmehr ohne Zweifel hat - sie sind ihm halt nur unbewusst.

Das Gute und Wirksame an diesem Ansatz ist, dass er sich kaum widerlegen lässt: Denn was unbewusst ist, kann ich nicht anzweifeln, denn Zweifeln kann ich nur an dem, was mir bewusst ist.

So kann ich mich also getrost auf “mein Unbewusstes” verlassen, indem all die guten und positiven Ressourcen gespeichert sind - und erlebe so oft, dass sich Lösungen und Veränderungen auf ganz leichte Art und Weise einstellen.

Grenzen des “guten” Unbewussten

Ich selbst komme, in meiner Praxis als Coach und Trainer, von diesem positiven Konzept des Unbewussten her und habe durch die verschiedensten Anwendungen dieses Ansatzes oft verblüffende Veränderungen anstossen können.

Gleichzeitig jedoch bemerkte ich im Laufe der Jahre, dass dieses Konzept nicht immer aufgeht und vor allem nicht notwendig zur Weiterentwicklung des Menschen führt.

Ich stieß mit dieser Herangehensweise immer wieder an Grenzen: Egal wie hoch die Dosis an Selbsthypnose, egal wie präzise die Anwendung von NLP Techniken - bestimmte Themen holten meine Klienten immer wieder ein. 

Daraufhin fielen mir zunehmend die Freud’schen und allen voran Jung’schen Ansätze in Bezug auf das Unbewusste wieder ein, mit denen ich mich während meines Studiums bis zum sprichwörtlichen ‘Erbrechen’ auseinandergesetzt hatte:

Das “dunkle Seite” des Unbewussten

C.G. Jung nennt einen Teil seiner Konzeption des Unbewussten den “Schatten” - dies sind alle von einem Menschen verdrängten, abgelehnten, ungewollten Anteile seiner Persönlichkeit.

Und je mehr und intensiver diese Anteile in den ”Schatten” abgedrängt werden, desto vehementer brechen sie in den unpassendsten Situationen hervor.

Wenn ich z.B. Agression sehr stark (in mir) ablehne, geschehen 2 Dinge:

a) Ich nehme sie mehr in Anderen wahr und rufe sie unbewusst manchmal sogar hervor. (Projektion)
b) Ich werde manchmal selbst von  scheinbar unkontrollierbarem Zorn überwältigt.

Das ist auch einer der Mechanismen, der zu wiederkehrender Selbstsabotage oder sich oft wiederholenden Problemkonstellationen führt.

Da kann man nun z.B. unendlich lange mit Hypnose arbeiten und sich etwas anderes “einreden” - solange der abgelehnte Anteil nicht als eigener anerkannt und integriert wird, ist die angestrebte Veränderung sehr selten nachhaltig.

 

Das Spektrum des Unbewussten

Üblicherweise nehmen die Verteter dieser beiden scheinbar gegensätzlichen Konzeptionen des Unbewussten sehr extreme konträre Positionen ein:

Im NLP wird meist jede Arbeit mit “dunklen Anteilen” oder überhaupt die allzu ausufernde Beschäftigung mit Problemen abgelehnt und als “Therapie” oder “Theorie” verunglimpft - dieser anti-therapeutische und anti-akademische Affekt haftet dem NLP seit Beginn an.

In der Psychoanalyse werden lösungsorientierte hypnotische Ansätze ganz einfach als obeflächlich und nicht tiefgehend genug abgetan.

Ich glaube dagegen, dass sich beide Aspekte des Unbewussten sehr gut und gewinnbringend kombinieren lassen und bin in meiner Arbeit in  Training und Coaching immer mehr dazu übergegangen, mit Anregungen aus beiden Richtungen zu arbeiten.

Das Ergebnis ist mehr Nachhaltigkeit als zuvor und vor allem das Gefühl meiner Klienten und Seminarteilnehmer, sich wirklich als ganzer Mensch weiterzuentwickeln - statt nur hypnotische Tricks anzuwenden oder nur in Problemen zu wühlen.

Alles Liebe

    Niels Koschoreck

 

P.S.: Wie man im Coaching mit beiden Aspekten des Unbewussten arbeitet ist u.a. Thema der Integrativen Coach Ausbildung ab 8. Juli.
Eine fortgeschrittene Form der Vewendung von Hypnose im Alltag ist das Thema auf meinem Seminar “Aufwachen!” - Hypnose * Selbsthypnose * Massenhypnose vom 29.07.10 bis 01.08.2010. (Details folgen)

Krisen - und wie Du sie meisterst

June 1st, 2010

Krisen, wirkliche Krisen, sind Zeiten in denen alles zusammenzubrechen scheint, dessen Du dir sicher warst oder an das Du bisher geglaubt hast.

Krisen kommen in vielerlei Gestalt: Als Gesundheitskrisen, finanzielle Krisen, Beziehungskrisen - oder auch alles auf einmal…

Ein Effekt von Krisen ist, dass Du herausfindest:

- was wirklich wichtig ist
- wer deine Freunde sind
- was von alledem, dass Du gelernt hast, wirklich etwas wert ist und funktioniert

 

Was wirklich wichtig ist

“Krise” ist ein aus dem Griechischen stammendes Substantiv zum altgriechischen Verb krínein, welches “trennen” und “(unter-)scheiden” bedeutet.

Und genau das verlangt eine Krise: Sich von Gewohnheiten trennen und neue Unterscheidungen treffen.

Die wichtigsten Fragen in einer Krise sind: “Was ist dir WIRKLICH wichtig?” und “Was musst und kannst Du anders denken und TUN als vorher?”

Es kommt in Krisen darauf an, die Prioritäten und die Grundrichtung deines Lebens zu ändern, so dass die in der Krise verborgenen Wachstumschancen genútzt werden können.

 

Wer Deine Freunde sind

Zunächst schicke ich voraus:
Ich wünsche dir inständig, dass Du nie in eine so tiefe Krise kommst, dass Du herausfinden musst, wer WIRKLICH Deine Freunde sind - denn in den meisten Fällen führt dies zu sehr schmerzhafter Ent-Täuschung.

Es gibt eine schöne Definition von Freund:

Ein Freund ist jemand, den Du nachts um 3 anrufst und der nur fragt: “Wo?” - “Wo soll ich hinkommen?” Ein Freund ist jemand, der da ist, wenn Du es bitter nötig hast… (Für wen würdest DU da sein? WIRKLICH da sein?)

Wer 3 Freunde dieser Sorte hat, kann sich SEHR glücklich schätzen.

 

Ich würde die Definition von “Freund” sogar noch mehr zuspitzen: Wer ist noch da, wenn Du ALLES verlierst? Geld, Gesundheit, Ruf, Beziehung?

Wer von dieser Art Freund EINEN hat kann mit Schillers Ode an die Freude sagen: Wem der große Wurf gelungen / eines Freundes Freund zu sein /…/ mische seinen Jubel ein.”

Für wen wärst DU in einer solchen Situation da?

Ein jeder trägt sein Leben allein, aber kein Mensch ist eine Insel.

Freundschaft, wahre Freundschaft, ist nicht nur in Zeiten der Krise unersetzlich.

 

Was wirklich funktioniert

Es gibt ein Sprichwort der amerikanischen Elite-Truppe ‘Navy SEALS’:”Je mehr Du in Zeiten des Friedens schwitzt, desto weniger blutest Du in Zeiten des Kriegs.”

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass all das was Du in der Vergangenheit gelernt hast und heute lernst und tust, die Ressourcen deiner Zukunft aufbaut.

Wer DU wirklich bist, was wirklich der Kern deines Daseins ist, dass findest Du oft erst dann heraus, wenn Du unter Hochdruck stehst.
Was von all dem erworbenen Wissen, den Fähigkeiten,  den Techniken wirklich funktioniert, wirst Du erst dann wissen, wenn dir eine Krise die Gelegenheit gibt, es herauszufinden.

In einer gewissen Weise ist Alltag daher immer auch Training für die Krise:

Je mehr Du in leichten Zeiten von dir selbst forderst, desto leichter wirst Du mit Herausforderungen in schweren Zeiten umgehen können.

Auch das ist für mich z.B. der Sinn echter (Aus-)Bildung: Was taugt sie für deine Tauglichkeit im Angesicht von Herausforderungen.

Wege aus der ANGST

Die lähmendste Krisenerscheinung überhaupt ist wohl die Angst: Angst vernebelt das klare Denken, verlangsamt das Reagieren und Agieren.

Es gibt viele Mittel gegen die Angst, aber vielleicht nur einen direkten Weg aus der Angst heraus: Mitten hindurch.

Wenn dir klar ist, dass Angst in der Krise nur eine automatische Reaktion ist und letzten Endes nur ein Körpergefühl, dann kannst Du dieses Gefühl ‘einfach’ zulassen und wahrnehmen und trotzdem eine klare Entscheidung treffen und HANDELN.

Angst kann mit entschiedenem Tun nicht lange ko-existieren.

Besinne Dich in Zeiten der Krise auf das was DU TUN kannst - nicht auf die Dinge, die außerhalb deines Einflusses liegen.

Wenn Du dich auf das fokussierst, was DU TUN kannst und entschieden handelst, dann findest Du auch einen Weg aus der Krise.

Und bist danach ein gewachsener, glücklicherer Mensch und noch mehr Du Selbst.

Alles Liebe

         Niels Koschoreck

P.S.: Die neue Coach Ausbildung startet am 8. Juli 2010 in Köln - vollgepackt (nicht nur) mit Mitteln und Wegen, wie Du anderen und dir selbst in Zeiten der Krise helfen kannst: http://www.coaching-ausbildung-nlp.de

Manipulation und die Neue Elite der Verkäufer

April 28th, 2010

Unter Manipulation versteht Wikipedia: “…die gezielte und verdeckte Einflussnahme, also sämtliche Prozesse, welche auf eine Steuerung des Erlebens und Verhaltens von Einzelnen und Gruppen zielen und diesen verborgen bleiben sollen.”

Manipulationstechniken aller Art sind denn auch beliebtes Material in Verkaufstrainings und Marketingschulungen, sowie neuerdings auch Verführungskursen (meistens für Männer…).Denn welcher Verkäufer möchte nicht mehr verkaufen, welches Business nicht mehr Umsatz machen, welcher Mann nicht mehr…ja, was wohl? :-)

Und wenn man durch elegante, verdeckte Manipulationstechniken mehr Geschäft schreibt oder mehr Frauen ins Bett bekommt, dann kann einem doch jedes Mittel recht sein, oder etwa nicht?Die Vertreter manipulativer Techniken - wie z.B. hypnotischer Sprachmuster - rechtfertigen das so, dass man “dem Kunden ja nur dabei hilft, die richtige Entscheidung zu treffen” (nette Formulierung…) oder “die Frau ja eh will und man es ihr nur leichter macht, ja zu sagen” (ja, nee, is klar…).

Es ist auch nichts daran auszusetzen, sprachliche Präzison zu erlernen und in Verkaufsgesprächen einzusetzen - nur haben Verkäufer nicht umsonst einen schlechten Ruf.

Warum?

Weil die meisten Menschen (lies das nochmal: Menschen - nicht Kunden, nicht Interessenten) Techniken der Manipulation mittlerweile schon “riechen” können.
Eine gängige “Technik”, die gerne vermittelt wird, ist: Interessiere dich für den Kunden (oder im Falle der Verführungskünstler: die Frau). ((Ach nein, wirklich?))

Nur dass ein Interesse, welches nur zum Zwecke des Absch(l)usses “geheuchelt” wird, keines ist - und immer mehr Menschen sind sehr sensibel dafür und bemerken das.
Aber es gibt einen neuen Typ höchst erfolgreicher Verkäufer und Vermarkter, die nach einem scheinbar unlogischen Grundsatz handeln:

Der Mensch ist wirklich interessant und steht im Mittelpunkt, das richtige Geschäft entsteht ganz automatisch und als Nebeneffekt.

Das sind Verkäufer die sich aufrichtig für den anderen Menschen interessieren und für die im Mittelpunkt steht, wirklich etwas zu GEBEN, wirklich etwas Wertvolles zu bieten.Hier wird nicht mehr über Win-Win nachgedacht, sondern nur an WIN - was hat der andere Mensch davon? Was kann ich diesem Menschen geben?

Und das ohne den Hintergedanken der vielgelehrten “Reziprozität” - ich gebe ihm was, er schuldet mir was, er fühlt sich verpflichtet zu kaufen - was eh nicht mehr so gut funktioniert, weil viele Menschen auch diese Manipulationstechnik “riechen”.

Wie verkaufen also diese Verkäufer? GAR NICHT.  Sie geben einfach nur, und der Verkauf ergibt sich von selbst (und manchmal auch nicht).

Würdest Du einen dieser Verkäufer dieser “Neuen Elite” z.B. auf einer Network-Veranstaltung kennenlernen, würde er dich nicht mit einer Präsentation seines Produktes überfallen, sondern netten Small-Talk halten, bei dem Du dich gut fühlst, dich wahrgenommen fühlst und aus dem Du etwas für dich mitnimmst. Du würdest dann möglichweise ganz von selbst fragen: “Und was machen Sie?”
Und bei Interesse auf das zurückkommen, was dieser Mensch zu bieten hat oder dich bei Gelegenheit an ihn erinnern und ihn empfehlen.

Und ganz nebenbei bemerkt:

Jemand der authentisch GIBT und andere Menschen wirklich wahrnimmt, hat ein ganz natürliches Charisma.

Keine weiteren Techniken nötig.

 Alles Liebe

             Niels Koschoreck

Sei Du Selbst. Nur besser.

P.S.: “Authetisch geben und leben” ist eines der zentralen Themen bei “Best Of The Best” am 8./9. Mai in Köln. Vielleicht sehen wir uns dort?

Was ist echte Professionalität?

April 27th, 2010

“Ich habe keine Lust.”

“Ich fühl mich gerade nicht danach.”

“Mir fehlt im Moment die Motivation.”

Die Liste typischer Sätze durchschnittlicher Herangehensweisen an die eigene Arbeit ist lang…

Echte Professionalität braucht eine solche Liste nicht.

Einen wirklichen Profi erkennt man daran, dass er seine beste Arbeit auch dann tut, wenn er sich nicht danach fühlt.

Ein echter Profi tut was zu tun ist, ob er darauf Lust hat oder nicht.

Ein richtiger Profi wartet nicht auf Motivation, sondern geht einfach an die Arbeit.

Echte Professionalität entsteht durch TUN - nicht durch Warten auf die passenden Gefühle.

Alles Beste

      Niels Koschoreck

Sei Du Selbst. Nur besser. 

P.S.: Willst Du ins TUN kommen? Zu den Profis gehören? Sei dabei, “Best Of The Best”, am 8./9. Mai in Köln: http://www.nielskoschoreck.de/seminare.html

Veränderung und Transformation - ein wichtiger Unterschied

April 23rd, 2010

Veränderung und Transformation werden oft gleichgesetzt. Ich glaube jedoch, dass es sich lohnt, zu differenzieren:

Veränderung definiere ich dabei als die Veränderung eines konkreten Verhaltens und / oder die (Auf-)Lösung eines klar definierten Problems.

Wenn Veränderung in diesem Sinne gelingt ist zwar das Verhalten beseitigt oder das Problem gelöst, aber das heisst nicht nowendigerweise, dass sich auch der ganze Mensch weiterentwickelt.

Veränderung ist dann zwar hilfreich, kann aber oft durchaus mit der Einnahme von Schmerzmitteln verglichen werden:
Zwar sind die Schmerzen nicht mehr spürbar, aber weder ist die Ursache beseitigt, noch hat der Mensch etwas Wesentliches gelernt.

Nehmen wir an, die Schmerzen sind durch falsche Bewegungen entstanden:
Das Schmerzmittel hebt dann zwar die Auswirkungen der falschen Bewegung auf, aber dem jeweiligen Menschen ist dann weder Selbsterkenntnis noch das Erlernen einer neuen Bewegung möglich.

Ein ähnliches Vorgehen lässt sich bei manchen Menschen in ihrem Beziehungsleben bemerken:
Sie wechseln (d.h. verändern) alle Jahre wieder ihren Partner, nur um dann nach einiger Zeit festszustellen, dass sie mit diesem Partner genau die gleichen Probleme haben wie mit allen vorherigen.

Veränderung in diesem Sinne hilft also kurzfristig, führt aber nicht zu wirklicher Transformation.

Das ist auch der Grund, warum “Holzhammer-Veränderungsmethoden” (z.B. Motivationstraining, schlecht verstandenes NLP, rein symptombezogene Hypnose) nicht nachhaltig sind.
Es werden nur Symptome bekämpft, nicht der ganze Mensch verwandelt.

Und genau darum geht es bei der Transformation:

Das Symptom / Problem / Verhalten nutzen, um den ganzen Menschen zu verwandeln.

Statt ein Problem “wegzumachen”, wird es in seinem Sinn und seiner Kraft gewürdigt und in eine Stärke transformiert.

Denn es braucht unglaubliche Energie, um Probleme aufrechtzuerhalten - wer ein Problem bloß verändert bzw. “wegmacht” unterdrückt oder zerstört diese Energie.

Transformation führt zu einem Lerneffekt, zu persönlichem Wachstum und zu Erweiterung des eigenen Lebenshorizontes und Handlungsspielraums.

Transformation bringt einen Menschen mehr zu sich selbst, zu seiner ureigensten Authentizität und seinen individuellen Gaben.

Echte, tiefe Transformation verändert nicht bloß ein paar Probleme und verbessert, wie Menschen sich fühlen - sondern hebt dich auf eine höhere Ebene, ermöglicht dir eine ganz neue Zentralperspektive auf das Leben.

Nach einer wirklichen Transformation ist man nicht bloß ein Problem los, sondern Du erlebst Dein Leben mit einer anderen Intensität und einer neuen, umfassenderen Intention.

Durch Transformation macht Dein Leben, im wahrsten Sinne des Wortes, mehr Sinn.

Alles Liebe

     Niels Koschoreck

Sei Du Selbst. Nur besser.

P.S.: Sei dabei und erlerne die besten Techniken aller Zeiten für Veränderung und Transformation, auf dem Seminar “Best Of The Best”: http://www.nielskoschoreck.de/seminare.html 

Wie Du den Überblick behältst (Was heisst “integrativ denken”?)

April 14th, 2010

In einem vorherigen Blogpost, Integratives NLP, habe ich skizziert, was ich unter „integrativ“ im Zusammenhang mit NLP verstehe.

Ich bin seitdem verschiedentlich gebeten worden, näher zu erläutern, was ich im Allgemeinen mit den Begriffen “integrativ“ und “integratives Denken“ meine, und inwiefern das für den Einzelnen nützlich ist – und dieser Bitte komme ich hiermit nach.

Zunächst einmal muss ich gestehen, dass mein integrativer Ansatz weder neu noch originell ist – sondern nur eine Weiterführung und Rekombinatiuon bereits vorhandener Ansätze in dieser Richtung.

Eine wichtige Basis ist der “integrale“ Ansatz des amerikanischen Philosophen Ken Wilber.

Wilber ist in Fachkreisen bekannt geworden durch sein Buch “Das Spektrum des Bewusstseins“, und sein Hauptwerk “Eros Kosmos Logos“ darf man sicherlich als eine der philosophischen Meisterleistungen der letzten Jahrzehnte bezeichnen.

Seit der Gründung des “Integral Institute“ ist Wilber auch einem breiteren Publikum bekannt und u.a. auch von Bill Clinton als wichtige Anregung genannt worden.

Dem “integralen Ansatz“  liegt die Prämisse zugrunde, dass kein Mensch zu 100% Unrecht haben kann – im Kölner Raum würde man sagen „an allem is wat dran“.  :-)

Das heisst für den Bereich der Psychologie,  dass es keinen besten Ansatz gibt und auch keinen grundsätzlich falschen.

Als Beispiel: Sowohl Psychoanalyse wie auch NLP beinhalten Teilwahrheiten über die menschliche Psyche, die integriert werden können und je nach Situation und Anforderung jeweils nützlich sind.

Zudem beschreibt Wilber die Grundstrukturen menschlicher Veränderung und Evolution und gibt so eine sehr präzise Landkarte menschlichen Seins.

Nun kann (und will) ich mich nicht mit Wilbers philosophischer Tiefe messen, aber ich nehme seine Gedanken als Anregung zu einem integrativen Ansatz in Coaching, Training und Consulting.

Auf meinen Seminaren heisst das z.B., dass ich mich nicht auf eine Richtung festlege und nur aus einer Quelle schöpfe – ich glaube, dass jeder Wissens- und Erfahrungsbereich Hinweise bieten kann, die sich für persönliche Entwicklung, Veränderung und Transformation nutzen lassen.

Wir können aus den verschiedensten - scheinbar nicht zusammengehörigen - Quellen über uns lernen:
Naturwissenschaft und Soziologie,  Marketing und spirituelle Traditionen, Kunst und  Hochleistungssport.

Wir haben heutezutage mehr Zugang zu dem Wissen aller Zeiten und Bereiche als je zuvor, und ich glaube, dass eine unserer großen Chancen darin besteht, dieses Wissen zu nutzen und zu einem bestimmten Zweck zu integrieren – in meinen Seminaren lautet dieser Zweck z.B. Persönlichkeitsentwicklung, Veränderung und Transformation.

Ich glaube, dass dieses schöpfen aus den unterschiedlichsten Quellen und ihre Integration zu einer notwendigen und lohnenden Horizonterweiterung führt, die das Leben lebenswerter, intensiver, verständlicher und oft auch leichter macht.

Und ich glaube, dass es nötige Veränderungen beschleunigen kann und für mehr Nachhaltigkeit sorgt.

Mit meinem Seminar “Best Of The Best – Die wirksamsten Veränderungstechniken aller Zeiten“ trete ich den Beweis dafür an.

Im Coaching zeigt sich der integrative Ansatz darin, das ich mich nicht auf eine Methode beschränke.

Es gibt NLP Coaches, provokative Coaches, EFT Coaches usw. und ich bin mir sicher, dass viele davon sehr hilfreiche und wertvolle Arbeit leisten.

Die Begrenzung auf nur eine Methode bringt jedoch mit sich, den Klienten (oft unbewusst) in den Rahmen der jeweiligen Methode zu zwingen – und andere Möglichkeiten und Chancen zur Veränderung nicht wahrzunehmen.

Ich glaube, dass die Kenntnis und Beherrschung verschiedenster Ansätze zu mehr Freiheit führt, für den Coach und den Klienten – und so auch zu besseren Resultaten in der Coachingarbeit.

Es wird oft kritisiert, dass Coaches dann “alles können, aber nichts richtig“.

Ich stimme dem nur soweit zu, dass jemand, der 30 Jahre lang nur NLP macht, darin dann evtl. besser ist als jemand, der 30 Jahre lang verschiedene Methoden im Coaching integriert.

Aber ich bin nicht sicher, ob methodische Kompetenz allein, was die Qualität und Nachhaltigkeit des Coachings angeht, den entscheidenden Unterschied ausmacht.

Der Unterschied, der den Unterschied macht, scheint mir im Coaching eher in der Flexibilität des Coaches hinsichtlich seiner Herangehensweise, seine Offenheit gegenüber dem Klienten, sowie auch seine Lebenserfahrung und die Breite und Tiefe seines Horizontes zu sein.

Wir brauchen Spezialisten, keine Frage, aber oft sieht der Spezialist den Weg durch den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr…

Und genau dasselbe Phänomen sehe ich auch im Bereich Marketing Consulting:

Wir brauchen den Spezialisten, ganz sicher, der z.B. jeden Twitter-Trick kennt oder der jede entlegene Ecke der Optimierung von Google AdWords nutzt oder der ein Wortschmied erster Güte ist, wenn es  um die Effektivität von Werbetexten geht.

Aber was wir auch und mehr denn je brauchen, ist den großen Strategen, der den Überblick behält, der von allem genug versteht, und mit orientierenden Generalisierungen arbeiten kann.

Im Marketing geht es Unternehmern oft so, dass sie z.B. ein großes Budget auf den AdWords Consultant verwenden, und dann vom Resultat enttäuscht sind, weil z.B. der Werbetext ihrer Website schlecht ist, oder weil die Kunden nicht über Google kommen sondern z.B. immer noch vorwiegend über ausgewählte Print-Medien.

Darauf aber kann (oder will) der AdWords-Consultant nicht hinweisen, weil auch er den Wald vor Bäumen nicht sieht.

Der integrative Ansatz im Marketing Consulting liegt daher in einer Beratung mit Überblick, die Einblick in die verschiedensten Bereiche hat und diese optimal koordinieren kann.

Der “integrative Ansatz“ ist also im Prinzip die Spezialisierung auf das Allgemeine, die Kunst, den Überblick zu behalten und die Renaissance von Bildung als echter Vorteil und Nutzen im Privatleben und im Business.

Alles Liebe

              Niels Koschoreck

Sei Du Selbst. Nur besser.

P.S.: Sei dabei am 8. und 9. Mai: “Best Of The Best - Die wirksamsten Veränderungstechniken aller Zeiten” - mit 100% Geld-Zurück-Garantie!!!